21.9.2020

The day before.

Zum Thema „Autorinnenleben“

Gibt so Tage, da zahlste drauf. So einer war heute. Der Montag musste sich nicht mal verkleiden, er war halt, was er war. Und ich mittendrin mit dem üblichen Kram.

Tröstlich war: Der Spaziergang, einmal rüber zum B-Park, dort auf einer Bank sitzen und Seiten um Seiten im Journal füllen. Das mache ich gerade ziemlich exzessiv, man könnte meinen, mein Leben wäre aufregend, dabei sind es vor allem meine Gedanken, und die wollen raus. Papier ist geduldig, a match made in heaven, wie man so schön sagt.

Die letzten Tage war ich zunehmend nervös, morgen ist ja Erscheinungstermin für mein jüngstes, neuestes Buch, „Ein Winter im Alten Land“. Diese Tage sind oft aufregend, aber eher so innerlich aufregend, denn die Welt dreht sich weiter – und ich drehe ein bisschen durch, so eine neue Geschichte da draußen, die einige Menschen lesen und gut finden, andere lesen sie und mögen sie gar nicht, ich stehe irgendwo dazwischen und sage „ja, Geschmäcker. Einverstanden, die gibt’s. Aber ich habe da mein ganzes Herz reingeschrieben, soweit ich eben konnte. Trampelt nicht zu sehr drauf herum, okay?“ Das ist schwer auszuhalten, ich krieche gleich ins Bett und könnten wir bitte auf übermorgen vorspulen oder auf nächsten Monat oder so?

Morgen versuche ich dann, euch ein bisschen mehr über Bea und Tom zu erzählen, und über die vierzig Bienenvölker, mit denen Tom zusammenlebt. Wie man einen Bienenroman schreibt, der im Winter spielt. Und was ich so besonders an dieser Geschichte liebe.

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