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Zurück am Schreibtisch, zurück im Flow.

am 23.5.2022 zum Thema „Autorinnenleben“

Merke: Wenn du dich nicht gesund fühlst, geh zum Arzt. Und manchmal findet der Arzt auch etwas völlig Harmloses. Wenn er was findet, ist es in den allermeisten Fällen genau das: harmlos. Und dann verschreibt er dir ein paar Tabletten, die nimmst du, und irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft geht’s dir besser.

Das umreißt ein wenig die letzten Wochen. Und dann fuhren wir für eine Woche in den Urlaub, ich öffnete die Augen und das Herz – und ließ die Geschichten zu mir kommen. Am Meer stehen und atmen. So geht das bei mir. Ich weiß nicht, was das ist, mit dem Meer und mir. Aber es funktioniert.

Nun also wieder: Schreibtisch. Zwischendurch war er sogar aufgeräumt, aber Entropie, ein ewiger Kampf gegen selbige … Ich sortiere Zettelstapel, rücke Kladden gerade, öffne das Dokument, starre auf die Zeilen. Beginne damit, das bisher Geschriebene sorgfältig zu überarbeiten, damit ich wieder in den Text reinkomme. Stelle um, wo’s holpert. Feile an den Worten. Es tut so gut. Das Glück ist zurück und hat den Flow mitgebracht.

Dear Diary.

am 7.4.2022 zu den Themen „Autorinnenleben“„Tagebuchbloggen“

Seit Tagen will ich mein Arbeitszimmer aufräumen, das sieht nämlich schon wieder nichtsogut aus. Seit Tagen schaffe ich das nicht. Naja, vielleicht auch eher seit Wochen.

Auch seit Wochen würde ich gern wieder ganz normal schreiben. Geht auch nur bedingt. Ich erkenne den Zusammenhang. Ändern kann ich daran trotzdem nichts. Aber da ich das jetzt in dieses Internet geschrieben habe, werde ich vermutlich morgen endlich mal die Kartons auf den Dachboden schleppen, die Pakete packen, die Bücher aussortieren und in die Papiertonne bringen, dem Staubsauger die dreckigsten Ecken zeigen und die missglückten Anzuchtversuche in die Tonne versenken und neu anfangen.

Jeder Tag eine neue Chance. Zu scheitern. So fühlt sich das gerade an.

Aber wenn ich mich wieder an den Schreibtisch setze und das aktuelle Worddokument öffne – dann ist da diese andere Welt, in der ich versinken darf. Dann kann ich auch Kartons, welke Mangoldanzucht, Staubmäuse und längst versprochene Pakete ignorieren.

Schreiben ist immer noch mein Happy Place. Und ich konnte es in den letzten Wochen kaum, weil es mir nicht gut geht. Was für ein fieser, gemeiner Teufelskreis.

… and a happy new year!

am 2.1.2022 zum Thema „Autorinnenleben“

Da sind wir also. Hallo, 2022! Ich hab ja viel vor mit dir, also: benimm dich! Ich will nicht wieder fünf Monate mit einem unausgelasteten Kita-Kind daheim sitzen, während meine Arbeit wegläuft. Ich will: leben. Schreiben. Lesen.

Mit einem von den dreien werde ich heute dann so richtig einsteigen. Das Word-Dokument ist geöffnet, die ersten Seiten sind schon im letzten Jahr geschrieben und ich versuche nun, allabendlich den Fokus auf ein Projekt zu lesen, das mir – ich geb’s zu! – mehr am Herzen liegt als andere. Dafür können die anderen nichts.

Erstaunlich daran ist: ich merke, wie ich in den letzten Jahren also doch eine Entwicklung gemacht habe. Und nein, wenn ich dann mal zwei, drei Gedanken mehr daran verschwende, merke ich, dass daran gar nichts Erstaunliches ist. Auch nach zwei Dutzend (oder mehr?) Romanen kann eine noch über sich hinauswachsen, mit jedem Buch aufs Neue. Einerseits hänge ich noch gedanklich in dem Manuskript, das ich kurz vor dem Jahreswechsel beendet habe. Und andererseits bereite ich mich auf die kommenden Monate mit einem anderen Manuskript vor.

2021 war ein (pardon!) Scheißjahr, um Romane zu schreiben. 2022 hat da keine allzu hohe Latte zu überwinden, aber ich habe auch diesmal gewaltig große Pläne. So “grad ist keine Pandemie”-Pläne. Haha. Ich lache sehr, vermute aber, dass ich ohne einen gewissen Ehrgeiz auch gar nicht aus den Puschen käme, denn 2020/21 haben ja auch bei vielen Leuten eine gewisse Müdigkeit hinterlassen. Bilde da keine Ausnahme.

Und sonst? Ich nähere mich sehr behutsam den Veränderungen an, die dieses Jahr mit sich bringt. Und rechne erst mal für die kommenden 3-4 Monate mit einigen Verwerfungen. Danach dann entspannt Richtung Sommer. So der Plan. Also noch mal kurz Augen zu und durch.

Ich wünsche euch, dass ihr gesund bleibt! Ich finde, das ist das Wichtigste. Und natürlich immer ein paar schöne Bücher auf dem SUB, viel Freude, Sonnenschein. Mögen sich ein paar Wünsche, groß und klein, erfüllen.

Das Leben ist groß. Und ich wünsche euch: möge es auch schön sein.

Irgendwas ist ja immer

am 30.9.2021 zum Thema „Tagebuchbloggen“

Und mit irgendwas meine ich Arbeit, Kind, Gedöns, irgendwas eben.

Gestern Wiederholung vom Hörtest, weil das kleine Mädchen im Juli – Überraschung! – bei einem Termin Freitagnachmittags um vier halt nicht mehr die Konzentration hatte, um da gut mitzumachen und einige Messwerte eben auffällig waren. Siehe da, Mittwochmorgen um elf hört sie besser.

Und als der Liebste dann abends meinte, sie würde ja *doch* gut hören, kam von ihr nur ein sehr lautes, fröhliches “WAS?!”, den Humor hat sie von mir. Love it.

Und während ich also tagsüber das Kind daheim habe (elf Uhr ist halt per se ne blöde Zeit für nen Arzttermin fürs Kitakind, doppelt noch, wenn das Kind Waldwochen hat, sie um halb elf aus dem Wald zu pflücken und anschließend dort wieder hinzubringen, nee, keine Lust), arbeitete ich also bis spätabends und der Rücken machte dann heute Früh leise *örgs*.

Jetzt stehe ich am Schreibtisch, das ist erstaunlich angenehm und stört den Überarbeitungsfluss nicht so schlimm wie befürchtet.

Aus der Kategorie “irgendwas ist immer” ist heute mal nix (wohooo) außer Essensplanung und Lebensmittelbestellung für die kommenden Tage, noch eine Nachtschicht (dann hab ich die verlorenen Tage ungefähr raus) und Besuch morgen nachmittag. Aber das ist auch mal schön.

Inner Peace. (Diese unendliche Ruhe!)

am 22.9.2021 zu den Themen „Autorinnenleben“„Tagebuchbloggen“

Ich bin leider eine dieser Personen, die schlecht im Ordnung halten sind, aber unfassbar gern Ordnung um sich haben. Das merkte ich dann wieder in den vergangenen Tagen, als das Erdgeschoss unseres Häuschens durch die Aufräumaktion des Mannes tatsächlich eine wundervolle Grundordnung bekam.

Ich ging dann in mein Arbeitszimmer und … nun ja.

Heute habe ich also als ersten Schritt den Schreibtisch komplett aufgeräumt und einiges weggeschmissen. (So Dinge wie ein völlig zugestaubter Mini-Zengarden zum Beispiel) Ich habe auch absurde Dinge gefunden (auch die muss eine nicht aufheben, wozu soll ich Einladungen zum Nachmittagstee (schriftlich!!!) aufheben von Leuten, die mit mir nicht mehr reden? Na also), und als ich dann nach zwei Stunden auf meinen Schreibtisch blickte, sah ich, dass es gut war.

So kann man die Zeit natürlich auch rumkriegen, die man *eigentlich* im Manuskript verbringen sollte, weil da gerade eben einiges zu tun ist.

Gelesen: Lionel Shriver, Eine amerikanische Familie

(dass mir der beste Freund ausgerechnet dieses Buch zum Geburtstag schenken wollte, wenn er im Oktober zu Besuch kommt, ist mal wieder so ein witziger Zufall, ich meine, das ist schon vor Jahren erschienen und wir kamen quasi gleichzeitig drauf, dass ich das jetzt lesen sollte? Und falls ihr’s noch nicht gelesen habt und auf eine intelligente, nicht allzu ferne Dystopie steht, puh. Dann schnallt euch an, das ist wirklich gut.)

Bücher, Buddha, ein Bild von der Spiekerooger Fähre

Warum ich schreibe. (Spoiler: It’s not only about the money!)

am 27.8.2021 zum Thema „Autorinnenleben“

Ich mach’s kurz, es ist spät und ich will noch ein paar Absätze am neuen Roman schreiben, an dem ich heute sitze.

Ich schreibe für mich. Weil die Geschichten mich aus dem Alltag entführen, weil ich im seltenen Idealfall völlig davongetragen werde von den Figuren, ihren Erlebnissen und dem, was sie mir im Spiegel ihrer Erfahrungswelt über meine Welt erzählen. Und glaubt mir, jeder Roman ist auch ein Spiegel. Mein Spiegel. Meiner Welt.

Ich schreibe für euch. Nicht für alle Leser*innen auf dieser Welt, aber für die paar tausend Leser*innen, die meine Bücher aus dem überwältigend großen, wunderbaren Angebot im Buchladen an der Ecke oder beim Herumsurfen auf dem Lesegerät finden, anlesen und verzaubert sind. (Wenn du das hier liest, ist es recht wahrscheinlich, dass du hergekommen bist, weil dir eine meiner Geschichten gefallen hat. Das freut mich sehr.) Ich schreibe für euch, damit ihr auch ein wenig davongetragen werdet aus diesem mürbe machenden, erschöpfenden Alltag, der seit anderthalb Jahren so viel schwieriger für so viele von uns geworden ist. Ich schreibe für euch, auch weil ihr mir immer so wunderbare Rückmeldungen gebt (a special heart to my twitter gang!), und naja, natürlich schreibe ich für euch, weil ich damit mein Geld verdienen kann.

Nachdem ich in der Nacht auf Mittwoch ein Manuskript vollendet habe und den Tag dann eher ruhig angehen ließ, habe ich heute einen Stapel Rechercheliteratur herangezogen, ein neues Dokument im Schreibprogramm geöffnet und den nächsten Roman begonnen. Ein Herzprojekt. Vor drei Jahren schrieb ich das Exposé, und heute durfte ich anfangen, diese Geschichte zu erzählen.

Warum ich schreibe? Weil ich die Geschichten erzähle, die mir ins Herz brennen.

Danke.

(und morgen wieder weniger sentimental, versprochen!)

Sich auswildern.

am 22.6.2021 zu den Themen „Autorinnenleben“„Tagebuchbloggen“

So nannte es neulich jemand (wie in: schade, dass mir das nicht eingefallen ist, aber ja, es passt sehr gut). “Man muss sich nach diesem Winter erst wieder auswildern.

Willkommen im Leben als Introvertierte.

Es stimmt, was Christian schreibt – wir müssen uns erst mal wieder da reinfinden, dass wir Dinge machen, die uns vorher nicht unüberwindlich erscheinen und danach unendlich erschöpfen. Aber auch richtig ist, dass ich nie so ein richtig kontaktfreudiges Leben geführt habe. Meine Kreise waren klein, im Realen wie im Virtuellen, und das war okay. Ist es jetzt auch, da ich die Kreise wieder etwas vergrößere. Hier eine Wanderung mit einer Freundin, dort ein Treffen mit der Familie. Wir werden den Geburtstag des kleinen Mädchens mit ein paar Freundinnen feiern können, und das freut mich für sie sehr. Sie geht in die Kita, die ein (imho) gutes Schutzkonzept hat, soweit das möglich ist. Überall sehe ich, wie so viele versuchen, sich mit diesem Leben einzufinden, auch ein bisschen was nachzuholen und für den nächsten Winter vorzusorgen. Farben und Düfte, Erlebnisse sammeln, an die wir dann gern zurückdenken, und nein, das klingt jetzt nicht hochgradig pessimistisch. Ich lasse mich überraschen, ich würde mich freuen, wenn’s im Winter anders sein wird als letztes Jahr.

Heute fuhren wir Schuhe kaufen, danach in den Supermarkt. Reicht dann auch. Beides notwendig, aber nun ist’s auch wieder gut.

Ich muss auch nicht unbedingt dieses Jahr schon wieder eine Buchmesse haben. Oder doch? Ja, verflixt, auch als Introvertierte vermisse ich die Buchmesse *sehr*, ich habe das immer gern gemocht, selbst für einen Tag hinfahren, acht Stunden im Zug, habe ich alles gern gemacht. Aber wenn es dieses Jahr nicht sein soll, ist das eben so. Wir werden die Feste nachholen, wenn sie kommen.

Und ich höre es von so vielen. Die Erschöpfung nach diesem Jahr, diesem Winter – die haut eben jetzt rein, da alles wieder etwas leichter wird und wir durchatmen könnten. Ich merk’s bei mir und höre es von so vielen. Kraft tanken kann halt auch anstrengend sein, und schwups rutscht man wieder in Gefilde ab, in denen man nicht sein will.

So. Und nachdem ich nun genug gejammert habe, hier noch die schönen Dinge der vergangenen Wochen.

Inselweg 2 (Mein wunderbarer Sommer im Inselbuchladen) hat Auflage 2 erreicht, die Inselhebamme ist in die 3. Auflage gegangen, grad mal sechs Wochen nach Erscheinen, und Inselweg 1 (Mein wunderbarer Buchladen am Inselweg) hat es in die 4. Auflage geschafft. Wuhu! Das alles ist einfach wunderbar, ich freue mich sehr über diese tollen Erfolge für meine Bücher.

Das Herbstbuch ist beim Verlag und macht noch eine letzte Runde über meinen Schreibtisch als Druckfahne. Das Sommerbuch hat’s schon hinter sich, und das Winterbuch ist zur Hälfte fertig. Ich hoffe, bald mehr erzählen zu können, aber jetzt drängt der Flow, und den will ich reiten, wie er kommt. Bis bald!

Im Garten wühlen.

am 13.5.2021 zum Thema „Tagebuchbloggen“

Feiertag, juhu! Ich kann auch mal tagsüber ohne allzu schlechtes Gewissen zwei bis drei Stunden arbeiten. Das war gut, ich habe das Lektorat fertig und schicke es nachher ab. Außerdem habe ich in das Manuskript reingeschaut, den der Zufall, Facebook und ein alter Bekannter mir diese Woche ins Mailfach gespült hat. Ich erzähle darüber vielleicht mal irgendwann mehr.

Und um mich richtig glücklich zu machen, schaute ich wieder ins Winterbuch und mir gefiel, was ich dort sah. Ich schreibe also daran weiter. Und mir ist das Herz auch nicht mehr ganz so schwer wie in den letzten Tagen, nachdem ich gestern mit der Agentin telefoniert habe. Manchmal baut sie mich ein wenig auf, wenn ich vor diesem ganzen Berg stehe und mich ziemlich klein fühle. Also: alles gut.

Wichtigster Satz aus dem Gespräch (eigentlich ja zwei): “Jetzt rechtfertigst du dich schon wieder bei mir. Das ist gar nicht nötig.”

Sie hat recht. Ich genüge. Ich darf auch radikale Selbstfürsorge betreiben, wenn grad nichts Anderes geht, das ist okay. Sonst wird sich irgendwann diese blöde Müdigkeit ihren Weg suchen, und dann geht gar nichts mehr und unter Umständen wird das dann für ein paar Wochen bis Monate so sein. Been there.

Nachmittags im Gärtlein gewühlt. Verzückt festgestellt, dass nicht nur die Gurken mit zahlreichen Knospen und Blüten reiche Ernte versprechen, sondern die Paprika auch schon mit Knospen glänzen. Ganz stolz das Bild rumgezeigt, da kam dann von meiner Mutter der Hinweis, die müsse man abknipsen für einen reicheren Ertrag. Und nun weiß ich auch nicht.

Heute Abend noch schnell ins Manuskript und früh ins Bett wäre ganz nett, aber vermutlich versacke ich wieder beim Lesen, weil das so das ist, was mir im Moment am allerbesten beim Abschalten hilft.

Die Inselhebamme

am 3.5.2021 zum Thema „Autorinnenleben“

Willkommen, Nela!

Für Nela Westhues ist ihr Beruf als Hebamme der schönste auf der Welt, doch der wachsende Zeitdruck in dem großen Klinikum, in dem sie arbeitet, macht ihr sehr zu schaffen – ebenso wie die Trennung von ihrem Verlobten kurz vor der Hochzeit. 
Auf ihrer Heimat-Insel Norderney will Nela neue Kraft tanken, und tatsächlich bringen sie nicht nur die Spaziergänge im Watt schnell auf andere Gedanken: Da ist ihre alte Oma, die nicht mehr so gut allein zurecht kommt, ihr Jugendfreund Thore, der mehr als nur Erinnerungen weckt, und der etwas steife aber auch unglaublich süße Simon. Und da ist Nelas Traum von einem Geburtshaus auf der Insel. Wird die engagierte Hebamme den Mut finden, ihrem Herzen zu folgen? 
Sommer, Sonne und die große Liebe auf Norderney: Emma Jacobsens Liebesroman um die Hebamme Nela Westhues ist Urlaub pur für die Seele. 

Heute erscheint das Taschenbuch von “Die Inselhebamme” – der erste von drei Romanen für dieses Jahr.

Buchcover von “Die Inselhebamme”: Strandgelber Hintergrund, blaue Muscheln und Strandhafer

Das Buch hat irgendwie auch eine traurige Entstehungsgeschichte, die ich euch mal in aller Ruhe erzähle. Mir hat das Schreiben auf jeden Fall gut getan – ebenso auch die Reise nach Norderney, die ich während des Schreibens unternahm. Und das Beste war vielleicht, wie der Verlag sich relativ kurzfristig und sehr begeistert für das Manuskript entschied. Der Verlag, bei dem ich fast schon vor 12 Jahren mein Debüt als Verlagsautorin untergebracht hätte, wäre nicht ein besseres Angebot von einem anderen Verlag gekommen. Aber nun bin ich hier, und ich bin sehr glücklich über diese Fügung, der Verlag ist nämlich ein toller.

Und bevor ihr fragt: natürlich gibt’s das E-Book auch. Ein Hörbuch ist bei Audible geplant, da habe ich aber noch keine Informationen, wann es verfügbar sein wird. Erst mal könnt ihr – sofern bei euch gerade möglich – bei dem Buchladen eures Vertrauens vorbeischauen. Oder vorher anrufen, ob sie’s da haben oder für euch bestellen können. Ich bin schon gespannt, wie euch Nela gefällt – erste Leserinnenstimmen kamen schon hier an, und – hach. Ihr macht mich sehr glücklich.

Das süße “Nichtstun”

am 18.4.2021 zum Thema „Tagebuchbloggen“

Gestern habe ich einen der wirklich seltenen Tage gehabt, an denen ich “nicht” gearbeitet habe. Das ist natürlich Augenwischerei, ich kann nie “nicht” arbeiten, im Hintergrund läuft die Ideenfabrik auf Hochtouren. Ich bin ja auch dankbar dafür.

Und nichts tun geht halt auch nicht. Ich habe “einfach mal” 150 Seiten in einem Buch gelesen. In meinem Gärtlein gewühlt, die einen Pflänzchen umgetopft, die anderen rausgesetzt, ein paar Reihen gesät und Erdbeeren eingepflanzt. Nachmittags auf dem Sofa war mir dann (unerklärlicherweise) plötzlich nach Franzbrötchen.

Okay, gar nicht so unerklärlich, denn: ich liebe Franzbrötchen. Ich würde nur für Franzbrötchen nach Hamburg fahren, wenn nicht gerade die aktuelle Situation wäre; verratet bloß nicht dem Hamburger Verlag, dass ich nur deshalb gerne kam, damit ich ne Tüte Franzbrötchen mit heimnehmen und einfrieren konnte. (das ging hervorragend, und aufgebacken wurden sie im Toaster …) Jedenfalls: Seit über einem Jahr kein Hamburg, keine Franzbrötchen, ich musste also das Nichtstun unterbrechen und backen.

Die Butter war zu flüssig (ich war ungeduldig!), ich habe den Zimt esslöffelweise und nicht teelöffelweise reingegeben (zu ungeduldig!), und ich kann schon mal vermelden, dass sie warm am besten schmecken (wem mache ich was vor? Ich bin ungeduldig gewesen …), aber diese Franzbrötchen haben so viel Fluff, ich liebe sie. Dem Liebsten sind sie zu hefig, das Kind verputzte ein komplettes als Nachtisch. Wer gern Franzbrötchen-Sehnsüchte stillen will, hier entlang: Einfache Franzbrötchen backen

Jedenfalls: Ich hab jetzt noch sechs Franzbrötchen im Tiefkühler. Auftauen durch den Toaster ausgeschlossen, aber ich kriege die schon warm und dann haben das Kind und ich zukünftig wieder ein bisschen Hamburgfeeling, das wird schön.

Heute dann ans neue Manuskript gesetzt und gemerkt: Ja, man kann irgendwie Bauchweh beim Schreiben haben, aber das lässt sich auch gut über-schreiben. Nicht aus der eigenen Haut können, das ist schon gut in diesem Fall. Weitermachen. Morgen dann.

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