24.9.2020

Leben, lesen, schreiben.

Zum Thema „Autorinnenleben“

Der Tag begann vor dem Weckerklingeln, und das ist nicht so schlecht wie es klingt. Denn mit dem Weckerklingeln, das bedeutet meist, dass es ein bisschen stressig wird; mit dem Weckerklingeln, das heißt allerhöchste Eisenbahn, dass wir unser morgendliches Programm abspulen.

Erst mal in die Laufklamotten. Es ist nämlich etwas komisches passiert. Ich laufe. Naja, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber vier Schwalben in acht Tagen, da bin ich etwas Großem auf der Spur. Idealerweise laufe ich wochentags direkt ab der Kita los, es gibt da so einen Ententeich (und ziemlich viel Wald direkt dran, aber so weit bin ich noch nicht vorgedrungen), und heute drehte ich schon mal zwei Runden um besagten Teich. Pensum gesteigert, Tempo gedrosselt. Das passte ziemlich gut, und nach einer halben Stunde war ich wieder zu Hause. Ich genoss die Morgensonne auf der Treppe vor dem Haus sitzend, das war echt schön.

Auch schön: Eine Lektorin schickte die Vorschauseiten fürs kommende Frühjahr, die sehen sehr schick aus und ich freue mich auf das Buch. Verrückt, denke ich da – das Buch begann ich vor anderthalb Jahren zu schreiben, und wieso es für mich ein bisschen so war, als müsste ich mir etwas aus dem Herzen schreiben, das erzähle ich euch dann im Mai.

Leben und Schreiben kann man nicht trennen.

Und so auch heute. Im Manuskript bin ich an einer Stelle angelangt, an der es irgendwie hakte. Aber der Zufall hat mich schon vorgestern auf die richtige Fährte gebracht, ich hab es nur nicht sehen wollen; erst gestern begriff ich, dass – pardon – Arschlöcher immer Arschlöcher sind, egal ob im 20. oder 21. Jahrhundert. Heute kann man es vielleicht einfacher benennen, wenn sich jemand wie ein solches verhält, ich habe da inzwischen einen deutlich besseren Radar entwickelt. Macht das menschliche Miteinander nicht immer leichter, weil ich in manchen Situationen dann auch extrem misstrauisch bin. Aber meine Protagonistin ist deutlich jünger, sie muss das noch lernen.

Post von einem Onlinebuchhändler bekommen und gelacht.

Buchempfehlung für das e-Book von „Die Dorfärztin 2“

Und klar, das ist witzig, weil das Buch, das der Buchhändler mir da verkaufen will, grad mal zur Hälfte fertig ist. Aber nur zu, bis August ist ja noch massig Zeit. Ich schaff das, ganz bestimmt. (An schlechten Tagen glaube ich das ja gar nicht, but that’s a different story.)

Vielleicht waren wir heute das letzte Mal für diesen Sommer mit den nackten Füßen im Sand, als wir auf dem Spielplatz waren. Ja, ja, ist schon Herbst, hab ich verstanden. Lasst mir doch die Illusion. Ich bin eigentlich Herbstkind, aber die Tage werden spürbar kürzer und das vertrage ich nicht so gut.

Zum Schluss noch die erste Bewertung für mein neues Buch gefunden, und my, wie beneide ich diese Leserin, dass sie in drei Tagen offenbar 330 Seiten lesen kann. Ich lese drei Seiten und schlafe ein, und Belletristik ist es im Moment auch nicht. Na gut. Lesen und schreiben kann man auch nicht trennen, und da ich gerade sehr viel schreibe, ist es halt schwierig, das Lesen. Ich habe verstanden!

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