18.4.2021

Das süße „Nichtstun“

Zum Thema „Tagebuchbloggen“

Gestern habe ich einen der wirklich seltenen Tage gehabt, an denen ich „nicht“ gearbeitet habe. Das ist natürlich Augenwischerei, ich kann nie „nicht“ arbeiten, im Hintergrund läuft die Ideenfabrik auf Hochtouren. Ich bin ja auch dankbar dafür.

Und nichts tun geht halt auch nicht. Ich habe „einfach mal“ 150 Seiten in einem Buch gelesen. In meinem Gärtlein gewühlt, die einen Pflänzchen umgetopft, die anderen rausgesetzt, ein paar Reihen gesät und Erdbeeren eingepflanzt. Nachmittags auf dem Sofa war mir dann (unerklärlicherweise) plötzlich nach Franzbrötchen.

Okay, gar nicht so unerklärlich, denn: ich liebe Franzbrötchen. Ich würde nur für Franzbrötchen nach Hamburg fahren, wenn nicht gerade die aktuelle Situation wäre; verratet bloß nicht dem Hamburger Verlag, dass ich nur deshalb gerne kam, damit ich ne Tüte Franzbrötchen mit heimnehmen und einfrieren konnte. (das ging hervorragend, und aufgebacken wurden sie im Toaster …) Jedenfalls: Seit über einem Jahr kein Hamburg, keine Franzbrötchen, ich musste also das Nichtstun unterbrechen und backen.

Die Butter war zu flüssig (ich war ungeduldig!), ich habe den Zimt esslöffelweise und nicht teelöffelweise reingegeben (zu ungeduldig!), und ich kann schon mal vermelden, dass sie warm am besten schmecken (wem mache ich was vor? Ich bin ungeduldig gewesen …), aber diese Franzbrötchen haben so viel Fluff, ich liebe sie. Dem Liebsten sind sie zu hefig, das Kind verputzte ein komplettes als Nachtisch. Wer gern Franzbrötchen-Sehnsüchte stillen will, hier entlang: Einfache Franzbrötchen backen

Jedenfalls: Ich hab jetzt noch sechs Franzbrötchen im Tiefkühler. Auftauen durch den Toaster ausgeschlossen, aber ich kriege die schon warm und dann haben das Kind und ich zukünftig wieder ein bisschen Hamburgfeeling, das wird schön.

Heute dann ans neue Manuskript gesetzt und gemerkt: Ja, man kann irgendwie Bauchweh beim Schreiben haben, aber das lässt sich auch gut über-schreiben. Nicht aus der eigenen Haut können, das ist schon gut in diesem Fall. Weitermachen. Morgen dann.

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