19.9.2020

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?

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Vor zwei, drei Wochen noch erzählte ich meiner Schwester: „Ja, nee. Laufen und ich, wir werden keine Freunde.“ Ich hatte nämlich noch in Erinnerung, wie ich mich vor zehn Jahren (als Kondition aufbauen noch ein Leichtes war, ich war nämlich zehn Jahre jünger!) mit der Laufstrecke unweit der alten Wohnung gequält habe. Dabei war die perfekt – durch den Park, an den Stauteichen vorbei, eine Runde waren irgendwas um 4,4 Kilometer. Aber ich lief so selten, dass diese 4,4 Kilometer jedes Mal maximal weh taten. Dann war da noch was mit zu spät abends laufen, als es schon dunkel wurde (sad, but true – als Frau keine gute Idee), und nun, ich ließ es bleiben.

Die Laufschuhe von damals begleiteten mich dann zu meiner ersten Crossfit-Foundation im Dezember, und im Februar kloppte ich sie in die Tonne, weil ich mir Metcon kaufte. Aber ich schweife ab.

Mittwoch nämlich. Da zog ich besagte Metcon an und lief los. Theoretisch keine schlechte Idee. Praktisch aber schon, ich berichtete bereits von Schmerzen, vor allem in den Sprunggelenken. Ich lief also drei Kilometer, war danach von mir selbst sehr angetan (lag danach nicht eine halbe Stunde halbtot auf dem Boden rum) und hatte Bock, das auszubauen, weil wir beim Crossfit aktuell ja eh mindestens einmal pro Woche mehrfach um die Box gescheucht werden (und ich es erst mal hasste, weshalb ich, siehe oben, mich zu der Aussage verleiten ließ, das mit dem Laufen und mir … ja nun.).

Zum Glück hatte ich mich schon vor ein paar Wochen mit einer Freundin zum … naja. Nicht Shopping verabredet, eher zum „wir fahren mal in die Innenstadt, gucken wo’s nicht so voll ist und sitzen da auf einen Kaffee oder so im Freien“ verabredet. Jetzt brauchte ich aber tatsächlich was. Nachdem mir bei Twitter noch der Tipp gegeben wurde, zu Active am Niederwall zu gehen, war die Route klar.

Einwurf: Ich war seit März in keinem Geschäft. Also ok, Apotheke und Bäcker, das schon, konnte ich aber an einer Hand abzählen. Deshalb bin ich gestern mal kurz in den Supermarkt gegangen und habe „einkaufen gehen“ geübt. Call me crazy, it fits.

Laufschuhe

Long story short: ich habe jetzt Laufschuhe.

Danach waren wir noch im Buchladen, und ich hätte es fast geschafft, mehr Bücher für mich als fürs Kind zu kaufen, aber naja, nächstes Mal dann.

Inzwischen war’s in der Stadt schon etwas voller, und wir wissen ja alle, Corona ist vorbei. Darum trugen wir dann auch draußen teilweise unsere Alltagsmasken, während wir uns auf den Weg zum Nichtschwimmer machten.

Habe ich da schon gern gesessen und gegessen! Zum Glück haben sie dort einen großen Außenbereich, und zum Glück kann man dort wirklich alles essen, und das war wirklich ganz vorzüglich und sättigend. Wir rollten heim.

Curry im Nichtschwimmer

Nachmittags gab’s noch Familienbesuch, und abends musste ich ungefähr ein halbes Dutzend Conni-Bücher vorlesen, Eltern werden verstehen, warum ich jetzt müde bin. Das war jedenfalls ein guter Tag, obwohl ich nicht gearbeitet habe. Am Abends könnte ich mit etwas Ehrgeiz ein Langzeitprojekt auf die Zielgerade bringen, aber das muss gar nicht sein.

Ach, und fast das Beste vergessen: Die Belegexemplare vom Winter im Alten Land sind da, also wird’s langsam richtig ernst, ich sollte mir mal Gedanken machen, was ich euch in den kommenden Tagen über dieses Buch erzähle. Über Bea, Tom und die Bienen. Ich fang schon wieder das Schniefen an, wenn ich nur dran denke. Ich lieb die Geschichte so. Und dabei fing es damit so gänzlich unspektakulär an – auch da musste ich meine Meinung revidieren, es ist wie mit den Laufschuhen.

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