14.9.2020

Vom Gehen und vom Laufenlassen.

Zu den Themen „Autorinnenleben“„Tagebuchbloggen“

Am frühen Morgen* nach dem üblichen Morgenkram eine Runde um den Ententeich gedreht, mit Kladde und Kaffee. Gedanken sortieren, da geht’s grad ziemlich ab im Kopf. Aber das Gehen tat gut, ich sollte das häufiger tun. Oder doch laufen? Ich trau mich noch nicht, das wären ziemlich genau drei Kilometer.

Zurück am Schreibtisch habe ich mich zuerst gefreut, denn wie versprochen hat der Webmaster diese Webseite online geschaltet. Also dahin umgezogen, wo sie hingehört. Ihr wisst schon, was ich meine. Ich hatte schon fast wieder leichte Überforderungsgefühle. Aber was willste machen? Kannste nix machen. Ich wollte es ja so.

Die Arbeit wartet auch. Ich schreibe aktuell an „Die Dorfärztin 2 – Wege der Veränderung“, und da habe ich schon ein gutes Stück geschafft. Aktuell arbeite ich an einem Kapitel, das Ende der 1920er spielt. Da wechsele ich im Moment munter zwischen den Zeitebenen (je nachdem, welche mich gerade mehr reizt), bevor ich in der finalen Überarbeitung noch mal alles glattziehe. Es geht gewohnt schleppend voran. Montag halt.

Beim Schreiben dann wieder so einen „Booom“-Moment gehabt; was ich im Grunde schon seit Wochen ahnte, ist jetzt Gewissheit für eine Nebenfigur. Ich mach mir eine entsprechende Notiz und brauche mehr Lesestoff zu diesem heiklen Thema. Aber grundsätzlich ist es gut. Man sollte die Figuren einfach laufen lassen. Sie finden schon ihren Weg.

Nebenher dem Internet von diesem Blog erzählt, und das ist ja schon ein aufregender Moment nach so viel Blog-Abstinenz in den letzten Jahren. Ich wiederhole mich (ich werde das auch noch ein paarmal schreiben, bis es auch wirklich alle wissen), aber was Christian mit seiner Webwork-Manufaktur hier in den vergangenen Wochen im Maschinenraum dieses Blogs geleistet hat, ist wirklich fein und phänomenal. Ich freu mich jeden Tag darüber.

Mittags erst mal Nudeln mit Pesto (es muss schnell gehen), Erdgeschoss aufräumen (die übliche Bombe schlug dort gestern ein), lesen und ruhen.

Das Kind kam mit bester Laune heim, den Nachmittag mit Kram und Kochen vertändelt. Gleich noch das übliche Abendprogramm, schreiben wäre schön, vermutlich werde ich ermattet unter der fast fertigen Decke liegen und eine halbe Folge „Better Call Saul“ schauen, mehr geht da wohl nicht. Andererseits hatte ich vorhin noch einen Espresso aus der Macchinetta, und nun ja, es war eine ziemlich dunkle Röstung von Starbucks. Also lese ich die halbe Nacht. Auch schön.

Weiterhin brav die Angst veratmet, dass mein „Ein Winter im Alten Land“ euch nicht gefallen wird. Also alles wie immer. Noch acht Tage!

Recherchefund des Tages: Die „Brutkastenlüge“.

*früh ist relativ, meint hier tatsächlich 8:45. Ich weiß, manche sind da das erste Mal wieder müde.

Schon 2 Kommentare

  1. Schwedenhausfan sagt:

    Lauf einmal mal los. Befrei duch von dem Gedanken, durchlaufen zu müssen. Dann gehst du halt ein Stück – so what. So mache ich das zumindest. Podcast auf die Ohren – der beeinflusst nicht mein Lauftempo. Und wenn ich den Großteil der Strecke gehe, hatte ich einen schönen Spaziergang. Auch gut. 😊

Die Kommentare sind geschlossen.

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